Back to the roots

Mein zweiter Auftritt in Niedersachsen fand am 11.04.2019 bei einem (Raucher)Kneipenslam statt. In Barnaby’s Blues Bar (Braunschweig) traten neun Poeten in einer Vorrunde an und wurden von einer 10er Jury mit Punkten von 1 bis 6 bewertet. Mein Textduo „Als Gott den Plural schuf“/“Sex sells“ bekam 56 Punkte, so dass ich im Finale „Poethanol“ vortragen durfte – und wieder einmal als Zweiter den Abend feiern durfte.

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Wundertüte

Kunst gegen Bares ist eine Wundertüte. Mal ist es bilanziell erfreulich, so wie letzten Monat in Heidelberg, als ich den zweiten Platz belegt habe, mal ist es eher enttäuschend, wie am 24.3. in der Alten Feuerwache in Mannheim. Dies lag sicherlich an drei Faktoren: dem undankbaren Startplatz 1; der Tatsache, dass ich die französische Version meines Poethanol-Textes gebracht habe; und vor allem dem hochkarätigen Line-up mit sieben weiteren Künstlern, allen voran dem Sieger Fernando, der wieder einmal abgeräumt hat. Aber es hat Spaß gemacht.

Die anderen beiden Texte, die ich gelesen habe, waren übrigens „Drei Buchstaben sind genug“ und „Als Gott den Plural schuf“.

Requisiten und ein Rookie-Sieg

Am 13.03.2019 gab es bei der 5. Ausgabe des Schwetzinger Poetry Slams in der Stadtbibliothek so einiges zu erleben. Zum ersten Mal habe ich es erlebt, dass Poeten massiv Requisiten zu Hilfe nehmen, mal waren es Seiten mit groß geschriebenen Wörtern, die dem Publikum präsentiert wurden, mal war es eine Banane, die auf der Bühne verspeist wurde. Und im Finale unterstützte ein anderer Poet seinen Textvortrag über WLAN durch das Hantieren mit seinem Smartphone. Aber Schwamm drüber, denn das besondere Ereignis war eigentlich der Rookie-Sieg von Nabi. Herzlichen Glückwunsch – und einen großen Dank an das tolle Publikum, das so viel Beifall spendiert hat und so herzhaft bei meinen Texten gelacht hat („Als Gott den Plural schuf“ und „Sex sells“ in der Vorrunde und „Min lotztur Tuxt“ im Finale).

Le Poéthanol

Meinen Poethanol-Text gibt es nun auch in einer französischen Version – keine Übersetzung natürlich, sondern eine Übertragung der Story ins Französische. Mal schauen, wann ich die Gelegenheit habe, ihn vorzutragen. Hier die ersten Verse als kleine Kostprobe:

Le poéthanol est produit en Polynésie
A base de peau et de pipi de pécari
Il est peaufiné avec des polymères de polonium poreux
Puis emballé par des policiers pauvres et pouilleux
Dans des boîtes polychromes et polygonales
Qui sont expédiées en Pologne par voie postale
C’est là que les poètes vont chercher les paquets
En Polo, en Peugeot ou en Chevrolet

 

19 Texte

19 Texte gab es gestern beim Poetry Slam in Göppingen zu hören: ein Opferlammtext von Xenia, dann 13 Texte von Poeten ab dem zarten Alter von 13 Jahren und schließlich fünf Texte im Finale. Ich war in der zweiten Vorrundengruppe mit sieben Poeten und habe mein letztes Werk gelesen: “Gefühlte Wahrheit” – und zu wenig Applaus bekommen, um im Finale noch einmal ans Mikro zu dürfen.

Vizekauz

Wie im letzten Jahr bin ich mit einem Auftritt bei Kunst gegen Bares ins Bühnenjahr gestartet. Diesmal direkt vor der Haustür, in der Halle02 in Heidelberg. Mit fünf anderen Künstlern habe ich einen sehr schönen Abend verbracht und habe dabei einen neuen Text vorgelesen: „Drei Buchstaben sind genug“ (die anderen beiden waren altbewährt: „Poethanol“ und „Sex sells“). Wie es sich im Jahr des Schweins gehört, durfte ich am Ende des Abends den zweiten Platz feiern, bin also sozusagen Vizekapitalistenschwein. Und einfach nur Vizekauz.